Der Hafen von Castelldefels, Port Ginesta, liegt ca. 20km südwestlich von Barcelona und ist nun über die Wintermonate für das nächste halbe Jahr unser Zuhause.

Port Ginesta

Von hier aus fahren wir mit dem Rad zum Einkaufen nach Castelldefels, mit Bus/Bahn nach Barcelona und mit dem Mietwagen machen wir Ausflüge in die nähere Umgebung. 

Unser Aufenthalt in Port Ginesta:

 

Ankunft:18.10.2011.

Die ersten Tage haben wir damit verbracht, um uns einen ersten Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen, mit dem Hafenbüro die Liegekosten abzuklären und schlußendlich zu prüfen, ob wir uns hier für ein halbes Jahr wohlfühlen können. Wenn man berücksichtigt, dass diese Entscheidung nicht nur von mir alleine, sondern auch von einer Frau, in diesem Falle, meiner liebsten Rita, mitgetragen werden mußte, wird man sich schwerlich nicht wundern, dass einige Tage verstrichen, bis wir hier alles unter Dach und Fach hatten. Nach einer guten Woche war es dann soweit, dass wir den Vertrag für 6 Monate zu einem vernünftigen und akzeptablen Preis unterzeichnen konnten. Allerdings mußten wir nach dem 1. Wochenende feststellen, dass von Freitag bis Montag am frühen Morgen im Hafen der Bär tobte, und zwar in Form einer Disco im Hafen, die uns kaum Schlaf finden ließ. Also wieder zum Hafenbüro, um nachzufragen, ob man uns nicht einen anderen Platz anbieten könne, wo der Discosound nicht so durchkommt. Ferner war bei der neuen Platzwahl noch zu berücksichtigen, dass der W-Lan Internetanschluss noch funktioniert. Nach einigen Recherchen bekommen wir mehrere Plätze angeboten und entscheiden uns dann für einen im hinteren Becken, der weiter von der Disco entfernt liegt. Zum besseren Internetempfang gönnen wir uns zusätzlich noch eine externe Antenne. So weit so gut! Langsam werden wir hier heimisch. Das Wetter ist bis Anfang November noch aussergewöhlich gut und sonnig warm. Nur ab und zu trübt mal ein Regentag den Alltagsablauf. Aber solange die Wassertemperaturen noch bei Anfang 20°C liegen und die Sonne meist täglich vom Himmel scheint ist die Welt doch in Ordnung.

Wir fahren zum Einkaufen und Shoppen nach Castelldefels und Barcelona, besuchen dort die Markthalle, die Rambla, das gotische Viertel und vieles mehr. Zwischendurch bleibt auch noch hin und wieder etwas Zeit übrig für ein Stündchen in der Hängematte. So läßt es sich wirklich aushalten.

 

Nach den ersten Tagen im November wird dann das Wetter unbeständiger. Es regnet öfter und die Temperaturen sinken am Tage schon mal knapp unter 20°C. Abends, wenn die Sonne dann nicht mehr da ist, wird es deutlich kühler, so um die 15°C. Auch die Wassertemperaturen sind mittlerweile unter die 20° Marke gerutscht, doch kann man immer noch mal gut ins Wasser jumpen (letztes Mal habe ich am 19.11. nachts gebadet, als wir mit Hexe einen Spaziergang zum Strand gemacht haben.

 

Am Samstag, 19.11.2011 hatte Vivian ihren 2. Geburtstag und wir haben abends, bevor wir zum Essen bei Sylvia & Giovanni (unsere 1. neue Bekanntschaft - sie, deutsch, er, Italiener) eingeladen waren, per Skyp miteinander telefoniert und gratuliert. Wie die Zeit doch vergeht? Das Essen war übrigens echte Sahne. Giovanni hatte seine Spezialität "Cappachio vom Thunfisch" zubereitet. Ein toller Abend, der nicht nur kullinarische Höhepunkte hatte.

 

Ab 22.11.2011, das heisst, ab Morgen Mittag haben wir uns für knappe 3 Wochen ein Auto gemietet. Am 23.11.2011 hat unser Hermann Geburtstag und wir fahren am Mittwoch dann mit Hexe nach Frankreich in die Nähe von Perpignan, um dort seinen Geburtstag zu feiern. Danach kommt meine Nichte Corinna für 10 Tage zu Besuch. Also Langeweile tritt erstmal wohl nicht so wirklich in Erscheinung. 

 

23.-28.11.2011:

 

Gegen Mittag machen wir uns bei schönstem Wetter mit Hexe auf den Weg nach Larogue in Frankreich bei Perpignan, wo Hermann sich ein Haus gekauft hat. Wir wählen im Navi die Öko-Route, da wir die Autobahnen möglichst vermeiden und Landstrasse fahren wollen. Das kostet zwar mehr Zeit, aber man hat auch mehr unterwegs zu sehen. Bis zu den Pyrenäen passieren wir mehrere kleine spanische Dörfer. Dann folgen die Serpentinen über die Berge. Das Fahren macht dort richtig Spass. Bei 1.500m Höhe dann überwältigende Aussichten auf Schee bedeckte Berggipfel. Die Temperatur ist hier oben auf 10°C gefallen. Dann geht es wieder abwärts und wird zunehmend wärmer.  Gegen 16:30, nach gut 4,5 Std. Fahrt (250 km) haben wir das Ziel in Larogue erreicht und werden herzlich von Marie-Louise und Hermann begrüßt. Abends werden wir mit einem herrlichen Geburtstagsdinner verwöhnt.

Die Tage verlaufen wie im Flug. Das Wetter ist auch hier traumhaft und warm, zumindest tagsüber. Wir machen Spaziergänge durchs Dorf, besuchen den Weihnachtsmarkt im Dorf am Samstag Vormittag und machen einen Ausflug mit dem Auto in ein kleines Künstlerdorf an der See, wo zufällig gerade auch noch ein Wochenmarkt stattfindet. Wochenmärkte im Süden sind einfach irre interessant und wunderbar.

Am Montag Mittag, nachdem wir Rita´s Geburtstagsfrühstück noch gemeinsam zelebriert haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg, diesmal aber über die Autobahnen. Nach etwas mehr als 2 Std. Fahrt sind wir dann wieder zu Hause in Port Ginesta. Vielen Dank Marie-Louise & Herrmann für die schönen und harmonischen Tage bei Euch.

 

Besuch von Nichte Corinna 30.11. - 09.12.2011:

 

Eigentlich sollte Coschi (Corinna) bereits am Dienstag, d. 29.11. morgens um kurz vor 09.40 in Barcelona ankommen. Wir hatten uns den Wecker auf 07:00 gestellt, um sie vom Flughafen abzuholen. Aber um kurz vor 06:00, also noch mitten in der Nacht, klingelt das Telefon. Corinna ruft vom Flughafen in Hamburg an und teilt mit, dass sie sich um einen Tag mit dem Abflug vertan hat und wieder nach Hause fährt. Morgen folgt der nächste Versuch. Tja, was so alles passieren kann. Wir also wieder ab ins Bett!

Am 30.11. holen wir dann Coschi vom Flughafen ab und fahren zum Frühstück zurück an Bord. Es ist herrliches Wetter und den Nachmittag verbringen wir am Strand in der Sonne.

01.12.2011: Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir alle nach Barcelona und besuchen dort den Guell Park des Architekten Gaudi. Bei schönstem Wetter halten wir uns dort mehrere Stunden auf, denn es gibt viel zu bestaunen und teils tollen Ausblick auf die Stadt. Am späten Nachmittag fahren wir noch zum Mercado St. Joseph an der La Rambla zum Gucken und natürlich auch Einkaufen. Dieser Markt ist wirklich ein Erlebnis! Abends gibt es dann Stockfisch nach provinzialischer Art.

02.12.2011: Diesen Tag haben sich die Mädels ausgesucht, um Shoppen zu gehen. Ziel ist die alte Stierkampfarena in Barcelona, die inzwischen zu einem tollen Shopping Center umgebaut wurde. Ich genehmige mir einen gemütlichen Tag und bereite das Abendessen vor.

03.12.2011: Wieder schönstes Wetter. Zum Nachmittag fahren wir erneut nach Barcelona und streifen durch das gotische Viertel (auch gotisches Labyrinth genannt, da man sich hier wunderbar verlaufen kann). Auch hier gibt es unsaglich viel zu sehen und zu bestaunen. Nachdem wir nach einigem Hin und Her endlich das Parkhaus wiedergefunden hatten, in dem wir unser Auto abgestellt hatten, besuchen wir noch abends die beleuchteten Wasserspiele am MNAC (Museum National De Art de Catalunya). Eigentlich wollten wir noch irgendwo essen gehen, waren dann aber so kaputt und erledigt, dass wir uns letztendlich nur noch eine Kleinigkeit an Bord gemacht haben.

04.12.2011: Für Coschi und mich ist heute Schiffs- bzw. Ruhetag angesagt. Während Rita sich erneut auf den Weg nach Barcelona macht, um dort den Weihnachts-Kunsthandwerkermarkt zu besuchen, genießen wir die Sonne und relaxen einfach. Danach bereiten wir noch das Abendessen vor, sodass Rita sich nach der Rückkehr einfach an den gedeckten Tisch setzen kann. Ist das nicht Service der Stufe 1?

05.12.2011: Es erübrigt sich das herrliche Wetter jeden Tag zu erwähnen. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und wir machen heute eine Sightseeing - Tour "Rote Route" durch Barcelona mit dem Touristenbus. Vorab besichtigen wir noch die Sagrada Familia. Schon ein imposantes Bauwerk, dass noch immer nicht fertig ist.

06.12.2011: Dieser herrliche Tag wird einer Fahrt mit der Seilbahn (Teleferic) vom Port Vell in Barcelona auf den Berg Montjuic gewidmet. Rita hat heute keine Lust und bleibt an Bord zurück. Die Aussicht auf Barcelona, den Hafen und die See aus der Seilbahn ist einfach toll. Oben trinken wir einen Kaffee, machen eine Spaziergang durch eine Parkanlage und fahren dann wieder runter zum Hafen, wo wir noch einmal die Promenade hoch und runter watscheln.

07.12.2011: Rita und Coschi machen sich erneut zum Shoppen auf den Weg nach Barcelona. Frauen müssen einen wahren Shoppingdrang haben. Ich kümmere mich derweil um Vorratseinkäufe, die ich jetzt noch per Auto machen kann, denn ab Übermorgen sind wir wieder ohne Fahrzeug und haben nur noch die Räder. Abends gibt es diverse Tappas, die ich an Bord zubereite und die bei den Frauen helle Begeisterung hervorrufen. 

08.12.2011: Der letzte Tag für Coschi ist angebrochen. Da wieder super tolles Wetter ist fahren wir nach Sitges und spazieren die Promenade entlang, durch die schmalen Gassen im Ort zurück, trinken und essen noch eine Kleinigkeit in einem Strandrestaurant draußen in der Sonne. Danach Heimweg auf der Küstenstrasse (viele Serpentinen) und toller Ausblick auf die See und den Hafen von Port Ginesta. Zurück an Bord bringen Coschi und Rita unsere Fahrräder schon mal zum Bahnhof und laufen am Strand zurück. Den letzten gemeinsamen Abend verbringen wir mit Bilder gucken und gemütlchem Plausch.

09.12.2011: Kurz nach 08:00 starten wir mit dem Auto Richtung Flughafen, geben das Auto zurück, Corinna checkt ein und gibt Ihr Gepäck auf. Dann trinken wir noch gemeinsam einen Kaffee zusammen und müssen uns leider verabschieden. Schade. Die Tage vergehen einfach viel zu schnell. Die gemeinsame Zeit war, wie auch das Wetter super toll und wir haben zusammen viele schöne Touren gemacht.

Als wir (Rita und ich) dann wieder per Bahn in Castelldefels ankommen, müssen wir mit Schrecken feststellen, dass man unser Fahrradschloss geknackt hat und uns eins der Räder gestohlen worden ist. Also das übriggebliebene Rad per Fuß mit nach Hause genommen. Das Gute an den spanischen Dieben ist, dass sie nicht alles klauen, sondern nur 50%, so haben wir wenigstens nicht beide Räder verloren. Nun müssen wir uns um ein neues Ersatzrad kümmern, da wir ohne Räder hier doch ziemlich aufgeschmissen sind.

 

ADVENTSZEIT

 

Die Adventszeit haben wir leider irgendwie zum Teil total verpennt. Zum einen lag es wohl an dem total schönen und sonnigen Wetter, bei dem eh nicht so wirklich vorweihnachtliche Gefühle aufkamen, zum anderen auch daran, dass wir über den 1. Advent in Südfrankreich waren, den 2. Advent Besuch hatten und erst zum 3. Advent in die Puschen kamen und uns ein kleines Adventsgesteck bastelten (s. a. Fotos in der entsprechenden Bilddatei). Die Vorweihnachtszeit bei so einem schönen Wetter und noch recht warmen Temperaturen zu genießen, ist schon sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Diese Tage haben wir dann mit täglichen Sonnenbädern über die Mittagszeit oder Spaziergängen am Strand verbracht. Erst in den Abendstunden, wenn die Lichter des Adventkranzes funkelten, kam ein wenig Weihnachtstimmung auf, die dann allerdings am nächsten Morgen bei klarblauem Himmel schnell wieder verschwand.

 

WEIHNACHTEN 2011

 

Nachdem wir uns dann schlußendlich entschlossen hatten die Feiertage über nicht zu verreisen, sondern alleine an Bord zu verbringen, mußte doch noch ein wenig mehr weihnachtliche Dekoration im Boot angebracht werden. Wir entschieden uns also für ein paar Pinienzweige in einer Wandvase, die mit kleinen maritimen Glaskugeln und einer Lichterkette dekoriert wurden. So, nun konnten die Festtage beginnen, wir waren gewappnet und hatten auch entsprechend für ein 3gängiges Menü am heiligen Abend vorgesorgt.

 

1. Gang: Ceviche mit Mango-Avocado-Tatar

2. Gang: Le Miglori polette de tonno

(Thunfischbällchen in Tomatensauce)

3. Gang: Flambierte Bananen mit altem Rum

 

Die entsprechenden Rezepte können gerne auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden.  Geschenke und der ganze übliche Kommerz wurden ersatzlos gestrichen. Heiligabend haben wir einfach nett zusammen gesessen, gekocht und uns gefreut, dass wir keinerlei Stress ausgesetzt sind. Die weiteren Feiertage verliefen ähnlich stressfrei und geruhsam. Über die Tage hatten wir ein Pflegekind zu versorgen, nämlich "Softy", die Riesenschnauzerhündig von Giovanni, unserem italienischen Freund, der über die Tage zu seiner Familie nach Italien geflogen ist. Das war alles ganz amüsant und lustig.

 

SILVESTER 2011

 

Zum Sonnenuntergang ging es mit einer Flasche CAVA und Gläsern zum Strand! Zum Abend hatten uns Silvia & Giovanni auf Ihre grosse Motoryacht eingeladen. Giovanni hat sein berühmtes Thunfischcapaccio bereitet, unser Beitrag war ein Graved Lachs mit Dressing. Weitere Leckereien brachten die anderen Gäste aus England, Spanien etc. mit, sodass wir schlussendlich ein perfektes Büffee zur Verfügung hatten, über das wir herfallen konnten. Der Abend, ohne Knallerei, aber mit jeder Menge Tiere, Hunden und einem ARA verlief äusserst interessant und nett ab. Ich glaube wir alle hatten bis morgens gegen 03:00 jede Menge Spass und interessante Gespräche. Am 01. 01. 2012 sind wir nachmittags bei schönstem Wetter für 2 Stunden mit den Füßen im Wasser am Strand geschlendert und haben Muscheln gesammelt. Neujahrsabend haben wir uns dann erneut auf der Motoryacht mit dem Rest der Gäste über die bei weitem zuviel bereiteten Speisen des Vorabends hergemacht. Auch das war wieder ein sehr schöner Abend. Danke Sylvia & Giovanni.

 

Das war also das schöne und erfolgreiche Jahr 2011.

Mal sehen, was uns das kommende beschert

&,

ob wir 2011 noch toppen können. 

 

Wir wünschen allen unseren  Verwandten, Bekannten und Freunden

ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2012 !



 

 

Das neue Jahr 2012!

 

Das neue beginnt, wie das alte geendet hat. Das Wetter ist für die Jahreszeit aussergewöhnlich gut, Stress ist nicht in Sicht, wir genießen einfach das Leben, wie es sich hier so nett anbietet.

 

Besuch Heike vom 08.01. - 14.01.2012:

 

08.01.2012: Da uns Giovanni wieder freundlicherweise seinen alten Van geliehen hat, können wir Heike vom Flughafen am Sonntag abend ganz entspannt mit dem Auto abholen.

An Bord ist schon das Abendessen vorbereitet, sodass wir uns ruhig zurücklehnen und den Abend beim Plausch genießen können.

 

09.01.: Nach dem etwas späten und ausführlichen Frühstück verabschieden sich die beiden Mädels nach Barcelona, um dort die Geschäfte auszurauben. Ich darf an Bord bleiben und mich um das Dinner für den Abend kümmern. Relaxer Tag, insbesondere für mich. Abends dann noch mit einer Flasche CAVA in Heikes 45. Geburtstag hineingefeiert.

 

10.01.: Ausgiebiges Geburtstagsfrühstück! Dann frühen Nachmittag fahren wir alle mit dem Bus in die "Stadt", um uns unter anderem das spanische Dorf "El Poble" anzuschauen. Tolles Wetter beschert uns nach Ankunft dort erst einmal ein Bierchen/Cola in der Sonne. Danach toben wir durch die Gassen auf der Suche nach irgendwas oder irgend einem Souvenir? Gegen 16:00 Aufbruch zur Station Teleferico, um mit der Seilbahn über den Hafen zurückzufahren. Nach längerem Fußmarsch müssen wir leider feststellen, dass die Seilbahn für einen Monat zwecks Wartung geschlossen ist. Toll, super! Was nun? Per Fuß den Berg runter, um den ganzen Hafen rum, bis Port Vell? Dazu haben wir dann doch keinen Bock mehr. Also Taxi in den nächsten Tapaladen bei Port Vell!

Dort erst mal ein Schlenderstückchen Rot-bzw.Weißwein und eine kleinere Leckerei zum Aufputschen, bevor es dann ein paar Meter weiter in die nächste Tapabar geht, wo dann richtig gegessen und getrunken werden kann, um Heike´s Geburtstag entsprechend bei Austern und sonstigem Muschelgezeug zu würdigen.

Später am Abend per Taxi zur Busstation und nach Port Ginesta zurück. Dort gibt es dann zum Ausklang noch einen Schlummertrunk. Ein toller Tag!

 

Mittwoch, 11.01.: Nach Heike´s jogging hour und Frühstück gehen die Mädels erneut auf shopping tour. Ich darf wieder einmal an Bord verweilen und mir einen easy Tag bereiten. Zum Abendessen gibt es dann Klippfisch nach franz. Art. Ein Volltreffer, wie die Allgemeinheit danach bestätigt!

Kurz nach Mitternacht erkrangt Heike als erste, wohl an einem Magen-/Darmvirus.

 

Donnerstag, 12.01.: Heike ist ausgefallen und wird von uns versorgt. Ca. 8 Std. später bin ich dann auch dran und begebe mich in die Waagerechte. Nun ist Rita alleine für unsere Plege veranwortlich und erfüllt ihren Job als private Krankenschwester mit großer Inbrunst. 

 

Freitag, 13.01.: Ich liege noch flach. Heike geht es wieder besser und die beiden Mädels ziehen wieder los zum Shoppen nach Barcelona. Als sie am späten Nachmittag zurückkommen, hat es Rita dann auch noch erwischt, mir geht es inzwischen aber wieder etwas besser, sodass ich nun die Krankenpflege übernehmen kann. Scheiße! Was das wohl für ein Mistvirus ist, den wir uns da eingeschleppt haben.

 

Samstag, 14.01.: Rita liegt noch flach, wie ´ne Flunder in der Koje. Ich fahre Heike gegen Mittag zum Flughafen und kümmere mich dann danach wieder um die Krankenstation. Kochen fällt total aus, bis auf das Steak, welches ich mir abends brate, um wieder zu Kräften zu kommen.

 

Sonntag/Montag, 15./16.01: Diese Tage fallen auch aus, da ich nun noch eine starke Erkältung bekommen haben und wir nun uns beide die "Krankenstation" an Bord teilen müssen, allerdings ohne Schwestern. Immer derjenige, der sich einigermaßen fit fühlt, kümmert sich um den anderen. Erst am Mittwoch sind wir dann beide wieder so einigermaßen fit, aber noch recht schwächlich auf der Brust. Besserung ist aber nun abzusehen. Es kann ja nur besser werden!

 

Das Lazarettschiff THORBJOERN läßt grüßen!

 

***

 

Hallo liebe Freunde, da sind wir wieder!

 

Der Januar und Frebruar des neuen Jahres waren eher trostlos und viel ist hier nicht passiert, ausser, dass Rita Anfang Februar für 3 Wochen bei Brigitte in Düsseldorf bzw. bei Philipp in Frankfurt gewesen ist und ich hier alleine die Stellung halten und mich um Hexe kümmern mußte. Ab der 3. Januarhälfte wurde es auch hier in Spanien kühler mit Tagestemperaturen max. 15°C und des Nachts hatten wir sogar mal 2-3 Tage so um den Gefrierpunkt. Aber das war ganz gut auszuhalten, zumal ich/wir ja am späten Nachmittag, wenn die Sonne verschwand bis wir dann zum Bette gingen, die Zentralheizung anmachen konnten. Nach Rita´s Rückkehr aus Deutschland am 22.02.2012 ging dann auch hier wieder die "Sonne" auf.

 

Zwei Wochen darauf (07.03. - 12.03) trudelte dann der 2. Besuch des Jahres aus England ein - Schwiedertochter Gem mit Söhnchen Fabian nebst Schwiegereltern gaben uns die Ehre für eine knappe Woche. Jetzt stellt ihr Euch bestimmt die Frage, wo haben die denn die ganzen Leute auf THORBJOERN untergebracht?

 

Tja, das ist ganz einfach zu beantworten! Man hat ja Beziehungen und Freunde!

In diesem Falle bot uns Giovanni 2 Doppelkammern auf seinem großen Motorboot (20m lang) an für den Zeitraum des Besuchs zur Verfügung zu stellen. Das war natürlich super Klasse! So mußten wir kein Hotelzimmer zu buchen, sondern waren alle dicht beieinander, die 4 konnten zum Übernachten 20 m den Steg runtergehen und waren schon im Bette. Tagsüber waren wir dann an Bord von THORBJOERN, haben dort zusammen gefrühstückt, von hier aus Ausflüge unternommen (wir hatten uns einen Mietwagen für 14 Tage genommen) und abends lecker speisen und zusammen sitzen, plaudern oder auch mal ein Spielchen wagen.

Den Interessierten boten wir einige Tage "Sightseeing" in Barcelona an - eine Stadt mit tollen Sehenswürdigkeiten und jeder Menge von Eindrücken. Der Rest konnte frei über seine Zeit verfügen, zumal das Wetter warm, sonnig und einfach toll war. Gem bevorzugte zeitweise die Hängematte auf THORBJOERN, um die Sonne zu genießen und und zu träumen. Fab enddeckte seine Angelleidenschaft wieder und fing ein paar Fische im Hafen, die wir dann später räucherten.

Höhepunkt war dann abends am Samstag, d. 10.03. ein gemeinsames Essen auf dem Boot bei Sylvia und Giovanni, der sich geräucherten Lachs gewünscht hatte. Ein wirklich super schöner Abend, der, glaube ich allen sehr viel Spass gemacht hat.

 

Am Montag, d. 12.03. gegen Mittag war es dann leider wieder soweit. Die Zeit der Abreise und des Abschieds war gekommen. Tränen flossen wie Sturzbäche den Fluß herrunter. Da wir nicht alle 6 Platz in dem Mietwagen finden konnten, mußte Rita an Bord bleiben und ich fuhr die 4 zum Flughafen.

 

Am gleichen Tag trafen dann unsere Nachbarn aus Lokstedt in Barcelona ein. Sie hatten sich ein Hotel in unmittelbarer Nähe von der "Ramblas" ausgesucht. Zurück vom Flughafen, also erst einmal Rita & Ralf angerufen und uns dann später mit ihnen in Barcelona zum Kaffee und Tapa-Essen im Gotischen Viertel getroffen. Der Dienstag stand zur freien Verfügung der beiden Hamburger, um die unvermeidliche "Sightseeing-Tour" mit dem Bus durch Barcelona zu machen.

Am Mittwoch, d. 14.03. erneutes Treffen in Barcelona mit Besuch des berühmten Park Güell von Gaudi. Danach fuhren wir mit dem Auto auf den Montjuic und von dort mit der Seilbahn zum Castell de Montjuic. Kaum in der Seilbahn, überrascht uns Nebel auf dem Berg. Es ist kaum etwas zu sehen. Auf der einen Seite schade, der schönen Aussicht wegen, aber auf der anderen Seite auch fantastisch und etwas gespentisch. Oben im Castell gibt es dann erst einmal Kaffee.

Danach fahren wir ins Hotel zurück, lassen das Auto dort in der Tiefgarage und begeben uns zu Fuß ins Gotische Viertel, um dort in unserem neu enddecktem Laden die Tapavielfalt und ein Gläschen Rotwein zu genießen.

Donnerstag und Freitag standen dann erneut zur freien Verfügung der beiden Hamburger.

Samstag, d. 17.03. holten wir dann Rita & Ralf gegen Mittag vom Hotel ab, besuchen noch kurz den Markt St. Joseph, um ein paar Sachen für das abendliche Tapa-Mahl an Bord zu besorgen. Dann geht es ab nach Port Ginesta und nach Sitges, wo wir bei herrlichstem Sonnenschein und schon toller Frühlingswärme (Anfang 20°C) auf der langen Promenade entlang spazieren. Am späten Nachmittag geht´s dann zum Kaffee zurück an Bord. Den Abend genießen wir bei selbst gemachten Tapas, Rotwein und netter Stimmung. Gegen 21:30 bringen wir die beiden zum Bus nach Barcelona. Ein wirklich gelungener Tag!

Sonntag, d. 18.03. entschließen wir uns am frühen Nachmittag nochmals nach Barcelona zu fahren, um die beiden bei einem Gläschen Wein zu verabschieden.

Morgen früh geht es dann für die beiden Lokstedter wieder zurück nach Hamburg.

Vielen Dank für die schöne gemeinsame Zeit Euch beiden.

 

Montag und Dienstag, d. 20.03. nutzen wir noch den Mietwagen und verproviantieren THORBJOERN schon einmal für die kommenden Monate mit Getränken und anderen schweren Sachen, wie auch Katzenfutter und -streu. Alle diese Sachen sind ja nicht so einfach mit dem Fahrrad zu befördern. Dienstag nachmittag zieht es sich dann zu und fängt an zu regnen und wehen. Das hält den ganzen Mittwoch noch an und erst am Donnerstag, d. 22.03. klart es gegen Mittag wieder auf. Das schöne Wetter ist zurück! So, nun sind wir wieder ohne Auto und auf unsere Räder angewiesen. So langsam bereiten wir uns auf unsere Abreise zu den Balearen vor, die nach Ostern geplant ist. Bis dahin ist noch allerhand an Bord zu erledigen, aber wir haben ja auch noch ein wenig Zeit bis es soweit ist.

 

Also, ihr Lieben, bis demnächst in diesem Theater!

 

APRIL, APRIL, der macht auch in Spanien was er will!!!

Mal ist das Wetter schon frühlingshaft warm, dann regnet es und bläst der Wind wieder aus diversen Richtungen. Also recht unbeständig und ähnlich, wie im deutschen Norden, nur etwas wärmer ist es schon hier.

 

Aber da müssen wir auch durch, so ist nun mal das Leben, auch, wenn man nicht mehr arbeiten muss.

 

Unsere bisherigen Pläne sind eh zu Fall gebracht worden mit der Nachricht, dass Sohnemann Philipp aus Frankfurt am 06.07.2012 seine Maritza in Dänemark heiraten will. Also werden alle Pläne umgeschmiedet und die Hochzeit ganz oben angesetzt. Nach anstrengenden, tagelangen Überlegungen kommen wir zu folgendem Ergebnis:

 

Beste Lösung ist wieder Ende Juni nach Port Ginesta zurückzukommen. Von hier aus kommen wir gut von Barcelona nach Hamburg und von dort mit dem Mietwagen nach Nordborg auf Als in Dänemark zur Hochzeit. Hexe ist durch Freund Giovanni bzw. Freundin Syilvia versorgt, Hafengeld hier ist akzeptabel. Gesagt getan ist ein paar Tage später alles unter Dach und Fach.

 

Ausserdem müssen wir immer noch auf unser Ersatzteil für den Motor warten, bevor wir zu den Balearen rüber kommen. Letzte Info von gestern ist, dass man uns versprochen hat, dass das Teil nun endlich kommenden Mittwoch, d. 25.04. hier eintreffen soll und dann sofort montiert wird. Wer´s glaubt wird seelig gesprochen, aber so ist das nun mal im Süden, was lange dauert, wird hoffentlich auch gut? 

 

Unseren Liegeplatz haben wir zwischenzeitlich auch verlängert und für Anfang Juli bezahlt, sodass nun wirklich alles soweit organisiert ist. Also schau´n wir mal, wie es dann so im Mai aussieht und, ob wir dann schon unterwegs nach Mallorca sind.