Freitag, 01. 06. 2012:

Ab heute ist in Spanien bis Ende september Hochsaison. Ferner hat meine alte Freundin Petite Geburtstag. Also liebe Petite, wie schon telefonisch übermittelt - herzlichen Glückwunsch und alles Gute für´s neue Lebensjahr! Der Sommer macht sich hier dadurch bemerkbar, dass die Temperaturen immer höher klettern. Nun können wir uns an Tageshöchsttemperaturen um die 30°C erfreuen. Die Wassertemperatur ist auf Mitte 20°C gestiegen! How cool is that? Meist ist es schwachwindig und tagsüber sollte man sich Schattenplätzchen suchen, um nicht zu verbrennen.

Um 11:00 legen wir in Porto Colom ab und verlassen die Bucht bei strahlender Sonne unter Motor. Segeln lohnt sich nicht. So fahren wir gemütlich an der Küste entlang Richtung Süden, um uns ein neues Ankerplätzchen zu suchen. Fündig werden wir schon nach 5,31 sm in der Bucht vor dem Nobel- und Privathafen Cala Dór. Hier lassen wir in einem klein Winkel vor einem Badestrand um 13:30 den Anker auf 3,5 m Wassertiefe auf Position 39° 22,11`N und 03° 13,50`E fallen. Den Nachmittag und Abend genießen wir an Bord bei wunderschönem Ausblich auf die Bucht und die umliegenden Fincas.

 

Samstag, 02.06.: Bei herrlichstem Hochdruckwetter gehen wir 11:00 Anker auf und motoren die knapp 3,5 sm um die Ecke in die Bucht von Porto Pedro, wo wir nach einer 1/2 Std. den Anker wieder fallen lassen. Wassertiefe 3,5 m, Position: 39° 21,39`N und 03° 12,63`E. Puh, das war ein anstrengender Trip!

Den Rest des Tages gammeln wir einfach nur so rum, fahren aber abends noch mal mit dem Dingi in den Ort, um uns die Speisekarten der Restaurants anzuschaun, da wir übermorgen meinen Geburtstag bei einem netten Dinner feiern wollen.

 

Sonntag, d. 03.06.: Na nu, was ist denn das am frühen Morgen? Alles bedeckt, Luftdruck gefallen und dann gibt es auch noch Gewitter und Regenschauer den ganzen Tag über bei Höchstemperatur von extrem kalten und ungewohnten 20°C.

Damit müssen wir erst einmal zurecht kommen und verziehen uns in den etwas wärmeren Salon zum Frühstück sowie "einer" anschließenden Lesestunde. Erst am Nachmittag werden die Schauer weniger und wir entschließen uns kurzfristig für einen Spaziergang an Land, um uns ein wenig die Beine zu bertreten. Aber leider fängt es wieder an zu regnen, kaum, dass wir ein paar Meter gelaufen sind. Also machen wir uns wieder auf den Rückweg, nachdem wir uns kurzzeitig unter einer großen, dicken Pinie untergestellt haben. Den Tag kann man also beruhigt vergessen.

 

Montag, d. 04.06.: Happy Birthday dear Skipper!

Danke Euch allen recht herzlich für die lieben Glückwünsche per Telefon, E-Mail, über Facebook und per SMS.

Tja, auf diesen 63. Geburtstag habe ich lange genug gewartet, um genau zu sein nämlich 63 Jahre, bis zur Frührente, die nun endlich geschafft sind! Ab nächstem Monat kommt nun auch bei mir wieder Geld von draußen in die Kasse! Ich fühle mich gleich um Jahre jünger bei diesem netten Geschenk! Nun bin ich ein "Jubilado", d. h. ich kann immer an den Monatsenden jubilieren, wenn das Konto vom Staat (Seekasse) wieder leicht aufgefüllt wird.

Gegen 20:00 fahren wir, nachdem wir uns vorher einen Ankerplatz näher am Hafen gesucht haben, mit dem Dingi zum Geburtstagsdinner. Für Rita gab´s dann einen total tollen großen Salatteller mit einer Menge warmem Ziegenkäse on top und für mich eine super leckere gemischte Platte mit gegrillten Meeresfrüchten. Woh, das war wohl total gelungen. Vielen Dank für die Einladung an Rita, mein liebste Gefährtin. Zurück an Bord plauschen wir noch bis Mitternacht im Cockpit, bis um 24:00 der Tag mit Wunderkerzen verabschiedet wird. 

 

Dienstag, d. 05.06. vergammeln wir einfach nur so bei wieder tollem Wetter! Kein weiterer Kommentar macht hier Sinn!

 

Mittwoch, d. 06.06.:

Wieder einmal läßt der Wind zu wünschen übrig. Müssen wohl motoren! Gegen 10:00 gehen wir Anker auf und machen uns auf den Weg. Immer an der Küste entlang Richtung SW. Es dauert nicht  lange und wir runden die SE-Ecke von Mallorca, der Leuchtturm dort wird noch schnell fotografiert, dann schwenken wir nach Stb. auf WNW Kurs und sind nach 14,43 sm in der Bucht vor Sant Jordi, wo wir um 12:45 auf 2,5 m Wassertiefe den Anker auf Position 39° 18,57`N / 03° 00,10`E fallen lassen.

Abends nach dem Essen fahren wir mit dem Dingi noch in den Hafen zum Landgang. Es ist ein ruhiger netter Ort. Wenig Tourismus. Wir erfahren, dass im Ort noch ein Markt bis 20:30 stattfindet. Also ab und hin. Dort erstehen wir noch ein paar Leckereien, wie tolle in der Sonne getrocknete Tomaten, Oliven, total leckeren Ziegenkäse, Wermut aus dem Fass, Salami etc. Schade, dass wir schon dinniert haben. Zurück an Bord geniessen wir den Abend im Cockpit und bewundern das türkisfarbene Wasser bei einem Gläßchen Wein.

 

Donnerstag, 07.06.:

Keine besonderen Vorkommnisse zu berichten. Frühstück wie üblich, nachmittags Landgang per Dingi zum Einkaufen und bummeln. Abends gibt es dann eine "Rainer Sass Fischpfanne", baden war mehrmals am Tag ang.esagt zur Abkühlung 

 

Freitag, 08.06.:

Heute hat Fabian Geburtstag! 36 Jahre ist der Kerl nun schon alt. Hat mich wohl bald eingeholt, wenn er so weiter macht. Gratulieren natürlich fernmündlich. Ansonsten nimmt der Tag seinen üblichen Verlauf. Ruhe ist angesagt. Reservieren noch über Internet einen Bojenplatz an der Cala Blava (Nähe Barcelona Airport, da Corinna morgen eintrudelt und nicht so weit zu fahren hat. Nur zur Info.: Wassertemperatur ist auf 25°C gestiegen.

 

Samstag, d. 09.06.:

Gegen 10:15 holen wir den Anker auf und fahren aus der Bucht heraus. 11:30 setzen wir Groß, Stag, Fock und Klüver und segeln raumschots auf Stb.-Bug bei Windstärke von 5-7 m/s aus Südost an der Küste weiter westwärts. Als wir gegen 14:00 die Ecke zur Cala Blava zu fassen haben ist der Wind auch soweit eingeschlafen, dass wir die Segel runter nehmen und den Motor starten. Um 15:30 haben wir dann unsere Boje gefunden und Thorbjoern angebunden. Tagesetmal heute: 22,17 sm, die wir zum großen Teil sogar mal unter Segel zurücklegen konnten.

Die Boje liegt unterhalb eines Retaurants, also liegt es auf der Hand dieses Restaurant als Anschrift an Corinna zu simsen, damit der Taxifahrer eine Ablieferaddresse für seinen Fargast hat. So machen wir uns mit dem Dingi auf den Weg ins Restaurant, trinken dort einen Kaffee mit Brandy (ich) Rita gönnt sich derweil ein Eis. Der Ausblick auf die Bucht ist wirklich fantastisch (die Preis übrigens auch). Aber die Anschrift ist da und das war uns wichtig.

Gegen 23:00 trudelt dann Corinna auch tatsächlich ein. Ich hole sie vom Retaurant mit dem Dingi ab und zurück an Bord gibt es noch allerhand zu erzählen.

 

Sonntag, d. 10.06.:

Heute morgen ist es einmal bewölkt, was soll das denn? Hat Corinna dieses Wetter aus Deutschland mit gebracht? Wir holen den Wetterbericht ein, der für die kommenden Tage mehr Wind aus der falschen Richtung vorher sagt. Demnach entscheiden wir uns heute schon nach Andratx zur fahren, auch wenn wir gute 20 sm gegenan motoren müssen. Also schmeißen wir gegen Mittag die Bojenleine los und fahren auf Kurs 260° quer über die Palma Bucht. Nach 10 sm haben wir die Bucht gequert, nun dachte ich, dass der Wind etwas halb kommt, sodass wir noch segeln können. Aber wie das so oft auf der Insel ist dreht der Wind an jedem Kap mit. Schiet. Immer noch gegenan, aber nun mit Querdühnung von Bb., was trotz stehendem Groß unangenehme Rollbewegungen mit sich bringt. Corinna wird ziemlich schnell seekrank und verabschiedet sich nach vorne in die Koje. Um 16:45 ist es dann endlich geschafft und wir können nach einer sehr rolligen Reise im Hafen von Andratx (kommunaler Steg) fest machen. Windstärke heute bis 8 m/s, was nicht viel ist, aber die hoche Querdünung machte die Fahrt etwas ungemütlich, besonders für Corinna. Wir beschließen bis zu Corinnas Abfahrt hier im Hafen zu bleiben, damit sie sich noch ein wenig erholen kann.

 

Hafentage in Andratx v. Montag 11. - Donnerstag 14.06.:

Montag lassen wir es erst einmal ruhig angehen, damit Corinna sich wieder ganz von dem Stress der Seekrankheit erholen kann. Ich erledige so einige kleine Sachen an Bord während die Mädels sich den Ort anschauen. Nachmittags gehen wir noch in den nahegelegenen Supermarkt, um etwas für´s Abendessen einzukaufen. Das Wetter ist wieder traumhaft und schaukeln tut das Boot auch nicht mehr. Am späten Nachmittag ist dann endlich ein Bad am Strand angesagt. Tut richtig gut bei der Hitze. Das Dinner nehmen wir mit ein paar Tapas auf dem Vorschiff ein. Wundervoller Tag! Am Dienstag gehen wir trotz Affenhitze alle nach dem Frühstück im Ort gemeinsam bummeln. Ich finde endlich einen Sonnenhut, den ich auch gleich aufbehalte. Zum Abschluß gibt es dann noch eine coole Sangria in Schaukelstühlen in einer Bar direkt an der Mole bzw. am Hafen (s. a. Fotos Juni 2012). Den Abend verbringen wir erneut bei Rotwein und gegrilltem Brathändle auf Bierdose auf dem Vorschiff. So kann man es schon aushalten. Mittwoch ist dann Markt in Andratx-City angesagt. Wir fahren morgens mit dem Bus bei richtig heißem Wetter hin und bummeln über die zahlreichen Marktstände, wo wir auch allerlei erstehen, z.b. Schals für die Mädels, Handtasche für Co und für mich noch 2 klasse Muskelshirts, die bei der Hitze einfach super sind. Danach gibt´s einen Schlenderschluck in einer Bar am Marktplatz. Wieder zurück im Hafen gehen wir frische Jungfruenhummer und Scampies kaufen für das Abschiedsdinner mit Corinna. Rita meint die Dinger wären viel zu teuer mit EUR 73,00, aber alles hat eben seinen Preis. Allerdings sind dagegen die Hafengebühren von EUR 28,00 pro Nacht eine Lachnummer, aber dadurch können wir uns auch mal was gutes leisten. Auf jeden Fall waren Co und ich total begeistert von dem Seafood am Abend. Nach dem Essen wasche ich ab und die Mädels holen sich noch ein Eis zum Nachtisch. Überall laufen die Fernseher, denn Deutschland spielt heute gegen Holland im Europacap. Ergebnis 2:0 für uns. Am Donnerstag morgen müssen wir ganz früh hoch, da das Taxi für Corinna schon um 05:15 auf sie wartet, um sie zum Flughafen nach Palma zu bringen. Wir machen danach einen "Klarschifftag" und füllen unsere Bestände nochmal aus dem Supermarkt nach.

 

Freitag, d. 15.06.:

Klarblauer Himmel, kaum Wind, gute Temperaturen um die 30°C. Gegen 11:00 verholen wir unter Motor die 3,65 sm in das Bojenfeld vor Sant Elm gegenüber der Insel Dragonera an der Südwestecke von Mallorca. Nach einer guten Stunde Motorfahrt machen wir an der Boje No. 16 auf Position 39° 34,54`N / 02° 21,12`E fest. Ansonsten kann man den Tag vergessen, da wir ein paar Meinungsverschiedenheiten haben und die Stimmung an Bord daher nicht ganz so prickelnd ist.

 

Samstag, 16.06.:

So langsam beruhigen sich die Gemüter wieder und wir können zum Alltag zurückkehren. Gegen 14:45 müssen wir leider die Boje räumen und uns einen Ankerplatz ausserhalb des Feldes suchen. Wir ankern schlußendlich auf 6m Wassertiefe auf Position 39° 34,803`N / 02° 20,884 E. Danach setzen wir uns ins Dingi und machen einen Landausflug nach Sant Elm. Dort gibt es zur Versöhnung ein leckeres Eis.

 

Sonntag, 17.06.: 

Schon beim Frühstück fallen uns die große Anzahl von Paddelbooten und Kajaks auf, die sich vom Ufer bei Sant Elm lösen und Richtung Dragonera fahren. Es scheinen Hunderte zu sein. Ein faszinierendes Bild. Später lesen wir in einer Zeitung, das es 700 Boote waren, die einen Ausflug von Sant Elm um Dragonera herum gemacht haben. Gegen 11: 15, die ersten Boot kommen schon wieder zurück, gehen wir Anker auf und fahren unter Motor, wieder ist kaum Wind, bei herrlichstem Wetter Richtung Port de Soller an der Westküste entlang. Nach 22,81 sm sind wir um 16:20 in Soller und lassen in der Bucht vor dem Strand auf 6m den Anker auf Position 39° 47,557`N / 02° 41, 547`E fallen. hier bleiben wir die kommenden Tage, bis wir wieder zum Festland rüber gehen, um von dort aus von Barcelona am 05.07. über Hamburg nach Dänemark reisen. 

 

Hafentage in Port de Soller v. Montag, d. 18. - Dienstag, d. 26.06.:

Leider hatten wir eine etwas unruhige Nacht, da ein wenig Schwell in die Bucht lief und kaum Wind war. Dadurch rollten wir zum Teil etwas ungemütlich von einer zur anderen Seite. Wetter wieder traumhaft bei Temperaturen Anfang 30°C. Die Wassertemperatur ist mittlerweile auf 26°C gestiegen! Gegen Mittag fahren wir mit dem Dingi in die Marina, um von dort aus in den Ort zu gehen. Alles kommt uns sehr bekannt vor. Wir waren ja auch schon einmal mit der Familie für eine Woche im Mai 2009 auf einer tollen Finca hier in Soller. Es hat sich kaum etwas verändert. Nach dem Bummeln und diversen Einkäufen gönnen wir uns zur Entspannung eine Sangria - fatal - bei der Hitze, zumindest für Rita. Sie fühlt sich nach 2 kleinen Gläsern bereits umnebelt. Beim Touristik-Point erkundigen wir uns noch nach den Märkten: Donnerstag in Port Soller, Samstag im Ort. Am Dienstag, d. 19. ist es erst mal bewölkt und regnerisch. Das kennen wir ja gar nicht mehr! Wir müssen uns im Salon aufhalten und beschäftigen uns mit Kartenschreiben, Internetrecherchen hinsichtlich Wallas-Kocher und Honda Generatoren. Nachmittags klart es wieder auf und ist trocken. Also können wir noch ein wenig rüber fahren zum Bummeln und Einkaufen. Zum Dinner gibt es verschiedene frisch gebratene Fische. Während des Essens müssen wir feststellen, dass der Anker slipt. Also Anker hoch und neu einbringen. Nach 1. Std. und 3 Manövern sitzt er endlich wieder. Rita traut dem Frieden nicht so ganz und bleibt die halbe Nacht auf, bis 03:00, und kann dann erst beruhigt ins Bett fallen. Mittwoch, d. 20. fahren wir nach dem Frühstück kurz mal aus der Bucht raus, da wir vergessen hatten den Fäkalientank auf See leer zu pumpen. Wieder zurück am Anker mache ich einen Ölwechsel beim Motor, da dieser inzwischen schön warm gefahren war. Nach dem Öl- und Filterwechsel bin ich allerdings schweißgebadet und jumpe umgehend ins Wasser, um mich ein wenig abzukühlen. Abends fahren wir mit dem Dingi an den Strand, essen Orangensorbet mit frisch gepresstem O-Saft, ein paar Häuser weiter gibt es dann noch Lifemusik und eine Flasche Rotwein. Netter, gemütlicher Abend. Donnerstag fahren wir vormittags zum kleinen Markt im Hafen rüber. Es ist wieder eine Affenhitze und so gut wie windstill. Innerhalb kürzester Zeit bin ich gut durchgeschwitzt und bin froh, als wir wieder an Bord sind und uns im Schatten aufhalten können. Auf dem Markt erstanden wir verschiedene total leckere frisch gebackene Brote. Mal eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Baguettes, die man hier sonst nur bekommt. Nachmittags ist Strandaufenthalt angesagt. Rita kann ja leider nur mit den Füßen ins Wasser, aber dafür kann ich ausgiebig baden. Die Nacht wird wieder etwas unruhig. Wind kommt auf, dann wieder Flaute. Gegen Morgen rollen Wellen in die Bucht und wir schaukeln recht gut. In der Bucht ist kaum Wind, aber draussen scheint es zu brisen, daher die Dünnung. Am Freitag, d. 22.06. relaxen wir mehr oder weniger im Schatten an Bord. Abends fahren wir dann rüber an Land zum Dinner und schauen uns das EU-Viertelfinalspiel Deutschland gegen Griechenland an. 4:2 für Deutschland, aber ziemlich langweilig! Samstag, d. 23.06.: Sonne satt, sehr heiß! Nur eine schwache Brise. Wir fahen mit der Bimmelbahn (EUR 5,00/Pers.) rein nach Soller Ort zum Wochenmarkt. Achim ruft an und teilt mit, dass er in Palma gelandet ist und wir uns bald sehen. Nachdem wir mit dem Markt durch sind und so einiges erstanden haben, gönnen wir uns eine Verschnaufpause in einem kleinen italienischen Restaraunt, dass über ein schattiges Gartenplätzchen verfügt. Danach geht´s mit der Bimmelbahn wieder zurück zum Hafen. Abends spielt Spanien gegen Frankreich. Spanien setzt sich mit 4:2 durch und ist eine Runde weiter. Am Sonntag ist es wieder brutig heiss, Rita will aber trotzdem eine Wanderung über die Berge zu der Finca machen, die wir 2009 gemietet hatten. Ich bringe sie also mit dem Dingi rüber und verziehe mich danach in den Schatten, um zu lesen und auch mal zwischendurch ein Nickerchen zu machen. Am Montag, d. 25.06. ruft Achim an und meldet, dass sie ihm am Pool des Hotels seine Geldbörse gestohlen haben mit allen Kreditkarten und ganz gut Bargeld. Er kann uns somit nicht besuchen kommen. Also fahren wir an Land und bestellen für den kommenden Tag einen Mietwagen, damit wir nach Palma bzw. Porto Portals fahren können, um Achim zu treffen und ihm gegebenenfalls Hilfe anzubieten. Dienstag nach dem Frühstück holen wir den Wagen ab und fahren gemütlich, erst über die Küstenstrasse, dann durch´s Landesinnere, Richtung Portals. Gegen 14:00 treffen wir dann Achim. Er läd uns zum Lunch ein, sehr, sehr lecker, in ein tolles Restaurant beim Hotel direkt am Strand. Es wird ein sehr netter Nachmittag, vielen Dank Achim. Gegen 18:30 verabschieden wir uns und machen uns wieder auf den Heimweg nach Soller. Das war ein sehr schöner Tag!   

 

Mittwoch, d. 27.06.:

Der Tag der Rückreise zum Festland ist da. Der Wetterbericht sagt Schwachwind aus der richtigen Richtung voraus und auch ansonsten kann man sich über das Wetter nicht beklagen. Nach dem Frühstück klaren wir das Boot auf, verstauen Aussenborder und Dingi und fahren kurz vor 12:00 zum Diesel bunkern rüber in den Hafen. 185 Ltr. für EUR 255,50! Um 12:30 legen wir dann ab und fahren erstmal unter Motor und gesetztem Groß raus aus der Bucht. Adieu Mallorca, du bist eine wirklich tolle Insel! Es hat sehr viel Spass gemacht hier und wir sind ein wenig wehmütig, als die Insel immer mehr achteraus bleibt. Kurs: 340°, Autopilot wird eingeschaltet und ab geht es! Gegen kurz nach 14:00 kommt etwas Wind auf (um 3 m/s) aus südöstlicher Richtung. 25 sm haben wir bislang zurückgelegt. Wir setzen den Blister und treiben so vor uns hin. Nach 3 Std. schläft der Wind wieder ein. 7,3 sm haben wir unter Segeln in 3 Std. zurückgelegt, nun ist der Yanni wieder dran. Um 20:45 sichten wir eine Delfinschule an Bb. Einige Delfine schwimmen direkt vor dem Bug mit und spielen miteinander. Herrlich anzusehen! Es ist kaum zu glauben nach 45 sm kann man Mallorca´s Umrisse immer noch achteraus erkennen.

 

Donnerstag, 28.06.:

Um 02:15 kommt erneut Wind auf, nun aber aus SSW mit 4/5 m/s. Wir setzen alle Segel (Groß, Stag, Fock + Klüver) und schicken den Yanni auf Freiwache. Nun machen wir auch ganz gut Fahrt - um die 5 kn. Gegen 05:50, wir stehen mittlerweile so 12 sm vor Port Ginesta, zieht in der Morgendämmerung von Osten eine Gewitterfront auf. Es blitzt und donnert. Aus Sicherheitsgründen entschliesse ich mich daher die Segel zu bergen und den Rest unter Motor zu fahren. Aber dann passiert doch nichts, es bleibt ruhig und um 07:45 sind wir an der Tankstelle in Port Ginesta nach 96,23 sm und 19 Std. fest. Jetzt wird erst einmal gefrühstückt! Um 09:00 gehen wir ins Hafenbüro und erfahren, dass wir wieder auf unseren alten Platz gehen können. Wir tanken 55 Ltr. nach, die wir auf der Fahrt von Soller nach Ginesta verbraucht haben und verholen dann auf unseren Liegeplatz. Danach wird erst mal ein wenig geschlummert. Nachmittags wasche ich das Schiff, den Abend verbringen wir bei Sylvia & Giovanni zum Essen (Spaghetti "Vongole") und sehen uns das Fußballspiel (Halbfinale) Deutschland gegen Italien an. Leider verliert Deutschland und ist somit aus dem Rennen. 

 

Freitag, 29.06. + Samstag, d. 30.06:

Es ist heiss, schwülwarm mit 36°C, Wassertemp. 27°C. Wir nutzen die 2 Tage mit Wäschewaschen und Vorbereitungen für die Reise nach Dänemark. Ich bessere noch ein paar Lackstellen am Schiff aus, damit wieder alles topfit ist, wenn wir nach Italien / Griechenland durchstarten. Sylvia hat für Rita einen Arzttermin am Montag gemacht. Dann soll endlich der Gips nach über 6 Wochen ab. Rita kann es garnicht erwarten, dass das Ding runter kommt.